Wer mit Photoshop arbeitet, nimmt sehr oft Korrekturen und Anpassungen vor. Aus diesem Grund ist es äußerst empfehlenswert, bei den einzelnen Schritten keine Pixel zu zerstören – also nicht destruktiv zu arbeiten.

Für das non-destruktive Arbeiten in Photoshop gibt es verschiedene Methoden. In diesem Artikel möchte ich euch einige zeigen.

Welche Methoden werden in diesem Artikel behandelt?

– Füll / – Korrektur – und Einstellungsebenen

– Smartobjekte / Smartfilter

– Ebenenmasken

– Neutrale Ebenen (50% Grau)

Füll- / Korrektur- und Einstellungsebenen

Am bekanntesten sind wohl die Einstellungsebenen. Wenn ich die Tonwerte eines Fotos bearbeiten möchte gibt es unterschiedliche Wege. Ich kann natürlich meine Bildebene anklicken,  in der Menüleiste unter Bild – Korrekturen die Tonwertkorrektur anwählen und dort meine Einstellungen vornehmen. Diese Art zu arbeiten wäre jedoch destruktiv, da man die Einstellungen auf der originalen Bildebene vornimmt und diese auch nicht mehr so einfach rückgängig machen kann. Sinnvoller sind hier Einstellungsebenen. Diese finden wir unterhalb des Ebenenfensters.

Wenn wir dort nun die „Tonwertkorrektur“ aufrufen, erstellt uns Photoshop eine weitere Ebene über unserer originalen, auf der unsere Einstellungen auf alle darunter liegenden Ebenen vorgenommen wird. Diese nennt sich dann logischerweise „Tonwertkorrektur“

Die neu erstellte Einstellungsebene können wir nun nachträglich verändern oder bei Bedarf ganz entfernen, ohne dabei Pixel des Originalfotos zu zerstören. Wir oben beschrieben wirken Einstellungsebenen auf alle Ebenen unter dieser. Wenn wir wollen, dass die Einstellungsebene nur Einfluss auf die Ebene darunter hat, erstellen wir auf der Einstellungsebene einfach eine Schnittmaske. (Rechtsklick auf die Einstellungsebene – Schnittmaske erstellen)

Smartobjekte / Smartfilter

Die ein oder anderen haben diesen Begriff sicherlich schon gehört. Smart-Objekte sind Ebenen, die Bilddaten von Raster- oder Vektorbildern enthalten. Mit Smart-Objekten bleibt der Quellinhalt des Bildes mit allen ursprünglichen Eigenschaften erhalten und ermöglicht somit das zerstörungsfreie Bearbeiten der Ebene. Um ein Bild in ein Smartobjekt umzuwandeln, klicken wir die Bildebene mit der rechten Maustaste an und wählen „In Smartobjekt konvertieren“.

Nun merkt sich das Smartobjekt alle Schritte, die wir vornehmen. Beispielsweise werden nun keine Pixel mehr gelöscht, wenn wir ein Bild verkleinern, bestätigen und daraufhin wieder vergrößern. Auf Smartobjekte können wir außerdem Smart-Filter anwenden. Wenn wir nun beispielsweise einen Weichzeichner auf unser Smartobjekt anwenden sieht das wie folgt aus:

Der Effekt, den wir verwendet haben, wird uns unterhalb der Ebene aufgelistet. Diesen können wir nachträglich mit einem Doppelklick anwählen und verändern. Die Pixel der Originalebene werden nicht zerstört.

Ebenenmasken

Ebenenmasken sind in Photoshop kaum mehr wegzudenken. Mit ihnen können wir beispielsweise Bereiche eines Bildes entfernen, ohne diese tatsächlich zu entfernen. Diese bleiben erhalten und werden einfach ausgeblendet. Um eine Ebenenmaske zu erstellen, klicken wir unsere Bildebene an und wählen unterhalb des Ebenenfensters den Button „Ebenenmaske hinzufügen“.

Nun sehen wir, dass ein rechteckiges, weisses Fenster in unserer Ebene erzeugt wurde. Mit einem schwarzen Pinsel können wir nun beispielsweise diese weisse Fläche füllen, wie wir es gerne möchten. Alles, was schwarz ist, wird ausgeblendet. Möchten wir die Informationen wieder einblenden, müssen die schwarzen Bereiche mit weisser Farbe einfach wieder ersetzt werden. (Wichtig dabei ist, dass wir nicht unser Vorschaubild der Bildebene anklicken, sondern eben die Ebenenmaske) Diese Methode kann zum Beispiel beim Freistellen sehr nützlich sein.

Neutrale Ebene (50% Grau)

Eine weitere Methode destruktiv zu arbeiten ist das Verwenden einer neutralen Grau-Ebene. Beispielsweise möchten wir für unsere Bildzusammenstellung einen Abwedler zum Erhellen von Lichtern verwenden. Wenn wir dieses auf unserer Bildebene tun werden die originalen Pixel sofort irreparabel zerstört. Hierfür gibt es einen kleinen Trick. Wir erstellen über unserer Bildebene einfach eine neue Ebene und füllen sie mit 50% Grau.

Nun stellen wir den Ebenenmodus auf „Weiches Licht“. Jetzt dürfte die neue Ebene transparent und somit nicht mehr sichtbar sein. In den meisten Fällen soll diese Ebene nur auf die darunter wirken, deshalb geben wir ihr eine Schnittmaske. (Rechtsklick auf die Ebene -> Schnittmaske erstellen).

Wenn wir jetzt mit einem Abwedler auf der neuen Ebene malen, können wir sehen, dass die Auswirkungen auf unserem Originalfoto zu sehen sind, welches sich darunter befindet. Somit werden die Pixel des originalen Fotos nicht berührt und bleiben erhalten.

Das waren nun die Basics einiger Techniken, die destruktives Arbeiten in Photoshop ermöglichen. Viel Spaß beim Gestalten!

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